Chris Tilles Bilder sprechen eine aufs Wesentliche reduzierte Sprache der Kraft und Energie. In seinem Zyklus Mono geht er zum Ursprung dieser Energiequelle zurück: zum Wasser in seiner realen Bildhaftigkeit.
War es in den anfänglichen Wasserbildern die unaufgeregte Stille des Naturhaften, die er einfing, und später in seinen Kreisbildern die magische Kraft des Elements Wasser, geht er jetzt noch
einen Schritt weiter. Es gelingt ihm in höchster Konsequenz, die Essenz der Stille sichtbar zu machen. Sein fotografisches Auge konzentriert sich auf die ruhigen Bewegungen des Wassers und
gefriert diese gleichsam ein. Hierbei bewahrt er bewusst das Negativ der Fotografie. Der Verzicht auf die Umwandlung ins Positivbild ermöglicht das Darstellen einer geradezu ätherisch wirkenden
Leichtigkeit. Die bewegte Oberfläche des Wassers wird gleichsam zum Luftstrom, zur Leinwand, auf der kleine Details ihren Auftritt haben.